Business statt Racing: Strategiewechsel für Fabian Lauda nach Crash von Spa-Francorchamps

21.08.14 11:37
Von: Florian T. Mrazek
Kategorie: Fabian Lauda
Bei den Rennen in Spa-Francorchamps saß Fabian Lauda zum vorerst letzte Mal im Cockpit des Lotus Evora GT4. frei zur redaktionellen Verwendung, Credit: Chris Schotanus

Bei den Rennen in Spa-Francorchamps saß Fabian Lauda zum vorerst letzte Mal im Cockpit des Lotus Evora GT4. frei zur redaktionellen Verwendung, Credit: Chris Schotanus

Bevor es auf der Rennstrecke weitergeht, plant Fabian Lauda neue berufliche Projekte. frei zur redaktionellen Verwendung, Credit: Stefan Voitl

Bevor es auf der Rennstrecke weitergeht, plant Fabian Lauda neue berufliche Projekte. frei zur redaktionellen Verwendung, Credit: Stefan Voitl

Es war das bisher dramatischste Erlebnis in seiner bisherigen Motorsport-Karriere: Nach dem Unfall beim dritten Rennwochenende der GT4-Europameisterschaft vor einigen Wochen in Spa-Francorchamps, bei dem Fabian Lauda mit 180 km/h in eine Mauer einschlug, ist der 21-jährige Salzburger schon wieder auf dem Weg der Besserung. Wie durch ein Wunder kam der Pilot der Lechner Racing School ohne schwerere Verletzungen davon, zahlreiche schmerzhafte Prellungen am Rücken und an den Beinen blieben dem amtierenden GT4-Staatsmeister und aktuellen Europameisterschafts-Dritten in der AM-Klasse aber. Nach Rücksprache mit dem Team der Lechner Racing School hat sich Fabian entschlossen, an den drei verbleibenden Rennwochenenden 2014 nicht mehr teilzunehmen. Das verbleibende Jahr hält für Fabian Lauda zahlreiche Jobs als Testfahrer und Fahrtechnik-Instruktor sowie eine völlig neue, spannende Aufgabe bereit.

Zu einer echten Motorsport-Karriere gehören Unfälle und andere Rückschläge ebenso dazu wie die Siege und Triumphe. Dennoch – auf die Praxis dieser alten Rennsport-Weisheit hätte Fabian Lauda nur zu gerne verzichtet. „Es war schon ein heftiger Einschlag, schließlich wurde ich ausgerechnet an einer der schnellsten Passagen auf einer der schnellsten Rennstrecken Europas abgeschossen“, lässt der gebürtige Hofer die Erlebnisse des dritten Saisonrennens der GT4-EM noch einmal Revue passieren. „Mittlerweile bin ich vor allem froh, dass ich heil aus dem Auto ausgestiegen bin. Seit meinem Motorboot-Unfall vor ein paar Jahren, als ich nur knapp einer Querschnittslähmung entronnen bin, bin ich vor allem in Hinblick auf meinen Rücken natürlich besonders sensibilisiert.“

Die guten Nachrichten: Vom Crash spürt der 21-jährige Motorsport-Senkrechtstarter dank intensiver Therapie bei seinem Physiotherapeut kaum noch etwas. Bleibt also Zeit, die Gedanken zu ordnen und die weiteren Schritte seiner Motorsport-Karriere zu planen. „Nach Rücksprache mit dem Team der Lechner Racing School habe ich mich entschlossen, an den verbleibenden Saisonrennen der GT4-Europameisterschaft nicht mehr teilzunehmen. Zwar wäre es möglich gewesen, den Lotus Evora GT4 rechtzeitig zu den verbleibenden Rennen wieder aufzubauen – doch aus meiner Sicht standen für 2014 Kosten und Nutzen in keinem sinnvollen Verhältnis.“

Sorgen muss man sich um Fabian Lauda deswegen keine machen, im Gegenteil: „Das restliche Jahr ist trotzdem voll ausgebucht: Erstens werde ich dennoch zu den nächsten GT4-Rennen in Le Castellet und am Nürburgring reisen, um nicht sang- und klanglos aus der Meisterschaft zu verschwinden. Dazu kommen einige Aufträge als Fahrinstruktor bzw. Testfahrer für meine Partner, die meine ganze Aufmerksamkeit erfordern.“ Stichwort Partner: Nicht nur KTM Bike Industries, auch das Unternehmen Güssinger Mineralwasser und natürlich die Lechner Racing School bleiben weiterhin Partner und Unterstützer von Fabian. Mehr noch: In Hinblick auf seine weitere Karriere hat der „virtuelle Weltmeister“, der seine Rennsportkarriere ja auf dem Simulator startete, ganz konkrete Vorstellungen: „Es gibt Pläne, gemeinsam mit meinen Partnern eine spezielle Richtung einzuschlagen. Genaue Informationen dazu folgen in Kürze. Eines darf ich schon jetzt verraten: Ich bleibe natürlich im Bereich des Motorsports tätig...“

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